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Anerkennungsbegriff und Inklusionsdiskurs. Behinderung als Herausforderung für die Sozialethik

Christian Spieß

Abstract


In den zurückliegenden Jahrzehnten ist der Begriff der Inklusion zu einem zentralen gesellschaftspolitischen Leitbegriff geworden. Dabei geht es um die Ermöglichung voller gesellschaftlicher Teilhabe für Personen und Gruppen, die davon bisher ausgeschlossen waren. In Bezug auf Menschen mit Behinderung wird in dem Beitrag eine systematische Verbindung zwischen dem philosophischen Anerkennungsbegriff (im Anschluss an Hegel) einerseits und dem Paradigma der Inklusion andererseits hergestellt. Während mehrere bedeutende Ethiken der Gegenwart (z. B. Rawls, Nussbaum, Singer) zur Exklusion von Menschen mit Behinderung neigen, dürfte eine Ethik der Anerkennung eine stabilere Basis für eine inklusive Sozialethik bieten.

In the last few decades the concept of Inclusion became increasingly important in social policy. Inclusion in this case means the enabling of full social participation of persons and groups hitherto lacked full social participation. In regard to people with disabilities this contribution outlines a systematic link between the philosophical idea of recognition (referring to Hegel) on the one hand and the paradigm of social inclusion on the other hand. Whereas several contemporary ethical theories (e. g. Rawls, Nussbaum, Singer) tend to exclude people with disabilities, an ethical concept referring to the idea of recognition seems to provide a firm foundation for the development of inclusive ethics.


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DOI: http://dx.doi.org/10.18156/eug-1-2014-art-4

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