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Formwandel von Institutionen der Anerkennung in der Sphäre der Erwerbsarbeit

Stephan Voswinkel

Abstract


Nicht ein Bedeutungsverlust der Erwerbsarbeit, aber ein Formwandel von Institutionen der Anerkennung wie Organisationszugehörigkeit, Leistungsprinzip und Leitbild eines „guten“ Arbeitnehmers lässt sich feststellen. Subjektivierung und Entgrenzung von Arbeit, Sichtbarkeitszwänge und Abstimmungs-anforderungen von Arbeit und anderen Lebensbereichen beinhalten neue Anerkennungschancen, bringen aber auch Verunsicherungen durch eine Fluidisierung von Anerkennung und permanente Bewährungsproben mit sich. Die Kehrseite der Chancen sind Belastungen, die zum Beispiel im Problemmarker „Burnout“ und in Segmentierungen der Anerkennungsverhältnisse deutlich werden. Es ist notwendig, einer entgrenzten Arbeit Grenzen zu setzen und eigene Ansprüche mit den Anerkennungserfahrungen auszubalancieren.

Not a loss of importance of paid work, but a change in the form of institutions of recognition such as organizational affiliation, merit principle and mission statement of a "good" employee can be determined. Subjectification and delimitation of work, imperatives of visibility and coordination of work and other areas of life offer new recognition opportunities, but also entail uncertainties by fluidization of recognition and permanent probation. The flipside of the chances are loads being obvious for example in the problem marker "burnout" and in segmentations of recognition relations. It is necessary to set limits on work without limitations and to balance one’s own claims with the recognition experiences.


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DOI: http://dx.doi.org/10.18156/eug-1-2014-art-5

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