Pluralität der Lebensformen und Modelle theologischer Ethik

Gregor Scherzinger

Abstract


Gesellschaftliche Diskussionen um die Anerkennung unterschiedlicher Modelle des Zusammenlebens führen immer wieder klar vor Augen, durch welche Pluralität diese Gesellschaften charakterisiert sind. Die gesellschaftliche Vielfalt ist verbunden mit einem normativen, moralischen Pluralismus, weshalb gerade die theologisch-ethische Reflexion vor der Frage steht, mit welcher Methodik sie auf diese Realität reagiert. Es werden zwei solche Modelle skizziert, und diskutiert, wie in ihnen mit dem Phänomen des Pluralismus verfahren wird. Im Anschluss an die Kritik dieser Modelle wird eine Alternative beschrieben, die von der theologischen Ethik fordert bei den sozialen Praktiken und der ihnen immanenten Normativität anzusetzen. Lebensformen sind Bündel solcher Praktiken, folglich sollte eine kritische Diskussion mit der Frage ansetzen, als wie zweckmäßig sich unterschiedliche Lebensformen erweisen.

Debates in the public sphere on the recognition of diverse forms of communal life make plain how societies are characterized by a plurality. Since societal diversity is entangled with normative moral pluralism, the theological-ethical discourse needs to grapple with the question what method is suggested by this reality. Two models are outlined and discussed with a focus on how they deal with this pluralism. Thereafter, an alternative model is delineated which demands that any theological-ethical discussion begins with the social practices involved and draws on their immanent normativity. Forms of living depict clusters of such practices, which is why their critique must focus on whether these forms of living comply with the purposes implied by those practices.

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DOI: http://dx.doi.org/10.18156/eug-1-2017-art-2

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