»Wie spricht die Kirche zu unserer Welt?« Von Charles Taylors ›Bewohnenden‹ und ›Suchenden‹ und deren Bedeutung für die Kirche.

Tobias Faix

Abstract


Kaum einer hat die religiösen Veränderungsprozesse der Gegenwart so treffend beschrieben wie Charles Taylor. In diesem Beitrag möchte ich seiner Grundthese der Säkularität folgen und fragen, was dies für Kirche in der Öffentlichkeit bedeutet („Wie spricht die Kirche zu unserer Welt?“). So wie die Säkularisierung nicht das Ende der Religion im öffentlichen Raum ist, so sind die Kirchenaustritte nicht das Ende der Kirche. Aber beide Entwicklungen hängen miteinander zusammen und bieten für Religion und Kirche neue Chancen und Herausforderungen. Diese sollen exemplarisch an Taylors Analyse von den ‚Suchenden‘ und den ‚Bewohnenden’ aufgezeigt werden. Dabei wird deutlich, dass die bisherigen Grenzen der beiden Gruppen (wie z.B. durch die Kirchenmitgliedschaft) zunehmend an Bedeutung verlieren und beide Gruppen in Bewegung aufeinander zu sind. Dadurch entstehen Zwischenräume, die kirchliche Arbeit in Zukunft verändern wird.

Hardly anyone has described the religious transformation of the present as accurately as Charles Taylor. In this contribution, I would like to follow his basic theory of secularity and ask what this means for the church in public ("How does the church speak to our world?"). Just as secularization is not the end of religion in public space, so church leavings are not the end of the church. But both developments are interrelated and offer new opportunities and challenges for religion and the church. Taylor's analysis of the 'seekers' and the 'dwellers' will serve as examples to illustrate these. It becomes clear that the previous boundaries of the two groups (e.g. through church membership) are becoming less and less important and that both groups are moving towards each other. This creates spaces in between which will change church work in the future.


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DOI: http://dx.doi.org/10.18156/eug-1-2019-art-6

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