Arbeitsmigration nach und aus Deutschland im Zuge der Finanzkrise in Südeuropa sowie der wirtschaftlichen Transformation und Erweiterung der EU in Osteuropa

Hans Dietrich von Loeffelholz

Abstract


Richtungen und Intensitäten der aktuellen innereuropäischen Wanderungsbewegungen haben sich seit Verschärfung der EU-Finanz- und Staatsschuldenkrise 2011 spürbar verändert. Mehr Süd- und Südosteuropäer fliehen vor der in ihren Ländern aus konjunkturellen, aber auch aus strukturellen Gründen, vor allem unter Jugendlichen, steigenden Arbeitslosigkeit; sie machen in vielen Fällen erstmals von der Freizügigkeit in der EU Gebrauch. Zur Bewältigung der absehbaren ökonomischen und partiell auch demografischen Migrations- und Integrationsherausforderungen spielt die Konsistenz der Migrations- und Integrationspolitik mit anderen relevanten Politikbereichen, wie vorrangig der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik sowie der Bildungspolitik, nicht nur auf jeweils nationaler Ebene, sondern auch auf europäischer Ebene eine wichtige Rolle. Sie ist auch eine notwendige Voraussetzung für eine durchgängige Anerkennungs- und Willkommenskultur gegenüber Migranten in der Union.

Directions and intensities of the most recent intra-european migration flows have been changed significantly since 2011 in the course of the European financial and sovereign debt crisis. More people from the (east-)southern EU-member states are fleeing/moving from their countries due to the rising youth-unemployment to the north and west; they are using – in many cases for the first time – the free movement of people within the Union, the foremost fundamental achievement of the EU. Coping with the looming economic and demographic challenges the consistence of the migration and integration policy with other policy areas, foremost the labor market and social policy and additionally the educational and vocational policy, is indispensible. This holds true not only on the national level but also on the European level. It is also a necessary prerequisite for an entrenched recognition- and welcome-culture towards ethnic minorities within the European Union.

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DOI: http://dx.doi.org/10.18156/eug-2-2013-art-3

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