Ethik und Gesellschaft


Nr. 1 (2017): Sozialethik der Lebensformen


Bild: Kaiserliche Familie (Martin van Meytens, 1754)

„Die Anforderungen und Risiken einer zunehmend undurchschaubaren Gesellschaft lassen jedem nur noch die Chance des eigenen Lebens; sie verunsichern uns, aber sie eröffnen auch ungeahnte Möglichkeiten.“ So lautete einst der Klappentext des von Ulrich Beck, Wilhelm Vossenkuhl und Ulf Erdmann Ziegler herausgebrachten Bildbandes „Eigenes Lebens“ (1995; Fotos von Timm Rautert), der die Ausdifferenzierung von (familialen) Lebensformen eindrucksvoll ins Bild setzte. Diese Ausgabe der EuG bietet Zugänge zu einigen dieser „Anforderungen und Risiken“, stellt Lebensformen in den gesellschaftlichen und staatlichen Zusammenhang, diskutiert aus verschiedenen Perspektiven die politischen (!) Herausforderungen der Kategorie Gender, beleuchtet am Beispiel der SexarbeiterInnen eine Form der Erwerbsarbeit (und des Lebens), die im Schatten der öffentlichen Wahrnehmung steht, und stellt natürlich auch die Frage, ob und wie man Lebensformen überhaupt bewerten kann.

Redaktion: Christian Spieß und Katja Winkler

 

Im Rezensionsteil werden Neuerscheinungen aus der Religionsphilosophie, der Christlichen Sozialethik und der Politischen Theorie vorgestellt. Besprochen werden aktuelle Publikationen zur Migrations-, Umwelt- und Wirtschaftsethik (Walter Lesch, Marianne Heimbach-Steins, Joachim Wiemeyer u.a.), zu Neoliberalismus (Wendy Brown) und globaler sozialer Ungleichheit (Stephan Lessenich), zum Begriff der Menschenrechte (Daniel Bogner) und zur politischen Ideengeschichte (Otfried Höffe) - sowie zum spannungsreichen Verhältnis von Religionen und Moderne (Martin Breul, Hans-Joachim Höhn, Christian Spieß).

Redaktion: Hermann-Josef Große Kracht und Tim Eckes 


Bild: Martin van Meytens: Kaiserliche Familie Datum 1754, Wien, Schloß Schönbrunn.