https://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/issue/feedEthik und Gesellschaft2026-05-23T14:31:29+00:00Matthias Möhring-Hessematthias.moehring-hesse@uni-tuebingen.deOpen Journal SystemsÖkumenische Zeitschrift für Sozialethikhttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8922Freiheit in der Katholischen Soziallehre – Maximilian Zwick leistet Pionierarbeit2026-05-23T13:40:38+00:00Lars Schäfersinfo@lars-schaefers.de<p>Rezension von<br>Maximilian Zwick (2026): Die Konturen eines christlich-sozialethischen Freiheitsbegriffs. Eine Analyse ausgewählter <br>Dokumente der kirchlichen Sozialverkündigung von Gregor XVI. bis zum II. Vatikanischen Konzil, Sankt Ottilien: EOS<br>Editions. 162 S., ISBN 978-3-8306-8306-3, EUR 34,95.</p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Lars Schäfershttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8921Zwischen Revolte und negativer Theologie2026-05-23T13:34:36+00:00Christoph LienkampChristoph.Lienkamp@t-online.de<p>Rezension von<br>Susan Taubes (2026): Philosophische Schriften, Paderborn: Brill / Fink. 584 S., ISBN 978-3-7705-5731-8, EUR 134,00.</p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Christoph Lienkamphttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8920Notizen aus dem Zettelkasten2026-05-23T13:29:42+00:00Dirk Jörkejoerke@pg.tu-darmstadt.de<p>Rezension von<br>Pierre Rosanvallon (2025): Unsichtbare Institutionen, Hamburg: Hamburger Edition. 296 S., ISBN 978-3-86854-397-1, EUR 35,00.</p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Dirk Jörkehttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8919Vom institutionalisierten ›Blick nach unten‹2026-05-23T13:22:42+00:00Florian Maiwald flomai1@gmx.de<p>Rezension von<br>Jan Meyer (2025): Institutionenpolitik gegen die »unteren Klassen«. Zur Einschränkung von Partizipation in der Ideengeschichte liberaler Demokratie, Bielefeld: transcript. 312 S., ISBN 978-3-8376-7791-1, EUR 50,00. </p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Florian Maiwald https://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8918Universalismus – Menschheitsethos oder Herrschaftsideologie?2026-05-23T13:13:42+00:00Gerhard Kruipkruip@uni-mainz.de<p>Rezension von<br>Hans Joas (2025): Universalismus. Weltherrschaft und Menschheitsethos. Berlin: Suhrkamp. 975 S., ISBN 978-3-518-58827-7, EUR 48,00.</p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Gerhard Kruiphttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8917Transmission und Transformation von Religion in der Familie2026-05-23T13:09:14+00:00Norbert Mettenorbert.mette@freenet.de<p>Rezension von<br>Christel Gärtner / Linda Hennig / Olaf Müller (Hg.) (2025): Families and Religion. Dynamics of Transmission across Generations, Frankfurt a.M. / New York: Campus. 425 S., ISBN 978-3-593-51994-4, EUR 49,00.</p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Norbert Mettehttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8916Als Wissende abgewertet2026-05-23T13:04:29+00:00Sonja Riegler riegler@em.uni-frankfurt.de<p>Rezension von<br>Miranda Fricker (2023): Epistemische Ungerechtigkeit. Macht und die Ethik des Wissens, München: C.H.Beck. 278 S., ISBN 978-3-406-79892-4, EUR 34,00.</p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Sonja Riegler https://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8915Vom geschichtlichen Grundbegriff zum leeren Signifikanten2026-05-23T12:45:05+00:00Hermann-Josef Große Krachtgrossekracht@theol.tu-darmstadt.de<p>Rezension von<br>Marc Drobot (2025): Zolidarität. Eine historisch-wissenssoziologische Untersuchung zum Funktions- und Deutungswandel des Solidaritätsbegriffs, Wiesbaden: Springer VS. 550 S., ISBN 978-3-658-47214-6, EUR 99.99 .</p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Hermann-Josef Große Krachthttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8914Von selbstreplizierenden Sonden zu konkreten Anwendungskontexten: Künstliche Intelligenz im Spiegel theologischer Ethik2026-05-20T18:32:09+00:00Max Trettermax.tretter@fau.de<p>Sammelrezension von:<br>Peter Dabrock (2025): Fünf nach zwölf. »Embracing Hopelessness« im digitalen Neokolonialismus, Tutzing: Akademie für Politische Bildung. 19 S., ISBN 978-3-9827589-1-6, Open Access. <br>Wolfgang Engelhardt (2025): Die ethische Debatte um den Einsatz autonomer Waffensysteme. Eine theologische Perspektive, Stuttgart: W. Kohlhammer. 236 S., ISBN 978-3-17-045996-0, EUR 49,00.<br>Alexandra Kaiser-Duliba (2025): Personalisiert – Entpersonalisiert. Ethische Beurteilung des Einsatzes von Robotik und Künstlicher Intelligenz in der Pflege anhand des Personkonzepts von Paul Ricœ ur, Baden-Baden: Nomos.<br>239 S., ISBN 978-3-7560-2450-6, EUR 59,00.<br>Nicole Kunkel (2024): An Ethical Evaluation of Lethal Functions in Autoregulative Weapons Systems, Eugene: Pickwick. 394 S., ISBN 979-8-38-521447-1, USD 46,00.<br>Tabea Ott (2025): Zwischen Unsichtbarkeit und Exponiertheit. Zu einer theologischen Ethik der Visibilität im digitalisierten Gesundheitssystem, Tübingen: Mohr Siebeck. 468 S., ISBN 978-3-16-164732-1, EUR 119,00 (Open Access).</p> <p> </p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Max Tretterhttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8912Politisch-theologische Aufbrüche2026-05-20T18:21:30+00:00Josef M. Könningj.koenning@haus-ohrbeck.de<p>Rezension von<br>Lukas Bormann /Ansgar Kreutzer (Hg.) (2025): Politische Theologien. Aufbrüche und Neukonzipierungen (Quaestiones disputatae, 344), Freiburg i.Br.: Herder. 560 S., ISBN 978-3-451-02344-6, EUR 72,00. </p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Josef M. Könninghttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8911Anfragen und Perspektiven einer ›Sozialethik im Kontext‹2026-05-20T18:04:31+00:00Joachim Wiemeyer joachim.wiemeyer@rub.de<p>Rezension von<br>Claudius Bachmann / Anna Maria Riedl / Anna Noweck / Alexander Filipović (Hg.) (2025): Sozialethik im Kontext. Interdisziplinäre Fragen einer gesellschaftlich engagierten Theologie, Paderborn: Schöningh / Brill. 291 S., ISBN 978-3-506-79679-0, EUR 79,00.</p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Joachim Wiemeyer Wiemeyer https://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8909Systematische Theologie auf interdisziplinärer Tuchfühlung2026-05-20T17:43:59+00:00Tabea Ott tabea.ott@univie.ac.at<p>Rezension von<br>Megan Arndt / Tillmann Clement / Nora Meyer (Hg.) (2025): Vernetzung. Theologie im Dialog (Jahrbuch Systematisch-Theologische Forschung: Nachwuchsperspektiven aus Dogmatik, Religionsphilosophie und Ethik), Stuttgart: Kohlhammer. 236 S., ISBN 978-3-170-45766-9, EUR 49,00.</p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Evangelisch-Theologische Fakultät, Universität Wienhttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8908Digitale Souveränität und Videospiele2026-05-20T17:27:22+00:00Max Trettermax.tretter@fau.de<p class="Normal"><span class="tm5">Das Konzept der digitalen Souveränität hat sich zu einer zentralen Analysekategorie in gesellschaftstheoretischen und digitalpolitischen Debatten entwickelt. Mit Videospielen wurde es bislang jedoch noch nicht in Verbindung gebracht. Gerade hier setzt der vorliegende Beitrag an. Ausgehend von Floridis Konzept des Onlife wird in ihm analysiert, wie Videospiele in politische Informationskämpfe, Propaganda und Desinformationsstrategien eingebunden sind und zugleich Räume zensurresistenter(er) Kommunikation eröffnen können. Ferner wird aufgezeigt, welche ökonomischen Machtstrukturen die globale Spieleindustrie prägen. So wird deutlich: Videospiele sind zentral in Aushandlungsprozesse digitaler Kontrolle verwickelt – und damit ein nicht zu vernachlässigender Bestandteil digitaler Souveränität.</span></p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Max Tretter Max Tretterhttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8907Peacegaming2026-05-20T17:20:59+00:00Marie-Christin Barlebenmarie-christin.barleben.1@hu-berlin.de<p class="Normal tm5"><span class="tm6">Frieden ist ein ständiger Lern- und Bildungsprozess. Er passiert in unserer Welt nicht einfach von allein, sondern muss auf der Basis von Kooperation, sozialer Interaktion und gerechtem Handeln eingeübt werden. Die Spielpädagogik liefert hier eine Vielzahl an Anknüpfungspunkten, um friedensfördernde Kompetenzen zu erlernen. Auf dieser Basis lassen sich Peacegames entwickeln, die Friedensbildung ermöglichen und unterstützen können. Frieden muss gemacht werden, und dies nicht nur intellektuell, sondern auch kreativ und spielerisch.</span></p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Marie-Christin Barlebenhttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8906Playful technologies?2026-05-20T17:16:17+00:00Sylvia Kühnekuehnes@hsu.hamburg<p class="Normal tm5"><span class="tm7">Wargames gelten als geeignetes Instrument, mit dem ihre Spieler:innen die Komplexität und Unvorhersehbarkeit zukünftiger Lebenserfahrungen durch spielerische Verfahren antizipieren können. In den letzten zehn Jahren hat das sogenannte Kriegsspiel nicht nur innerhalb militärischer Kontexte eine Renaissance erlebt, sondern wurde auch als vorrangiges Instrument für das Lernen und Training neu definiert. In diesem Zusammenhang soll die Integration von Technologien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz – insbesondere von sogenannten Large Language Models (LLMs) – dazu beitragen, die Unwägbarkeiten der modernen Kriegführung zu bewältigen. Aufbauend auf den Versprechungen, die sowohl mit militärischen Wargames als auch mit der Implementierung von LLMs in solchen Praktiken verbunden sind, konzentriert sich dieser Beitrag einerseits auf die epistemologischen Grundlagen von Wargames mit und ohne computergestützte Erweiterung. Andererseits wirft er durch die Darstellung der ethischen Risiken, die mit diesen Automatisierungsstrategien verbunden sind, die Frage auf, welche Konsequenzen die Integration technischer Handlungsmöglichkeiten für die pädagogischen Ziele von Wargames und für (ethisch fundierte) Entscheidungsprozesse hat. In diesem Zusammenhang untersucht der Artikel weiter, wie sich der epistemologische Status von Wargames selbst durch die Hinwendung zur Automatisierung verändert.</span></p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Sylvia Kühnehttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8905Können KI-Trainingsspiele Kriege humanisieren?2026-05-20T17:11:53+00:00Lukas OhlyL.Ohly@em.uni-frankfurt.de<p class="Normal"><span class="tm5">In meinem Beitrag möchte ich die Chancen von KI-unterstützter Kriegsvorbereitung für eine beliebige Militäreinheit in den Blick nehmen. Dabei lege ich paradigmatisch den „Zuschauer“ zugrunde (Hannah Arendt), der einen spielerischen Freiraum eröffnen kann, um kriegerische Maßnahmen einzuhegen. KI-Kontrollsysteme können die Zuschauerrolle stärken, indem sie eine „unbeteiligte“ Perspektive auf kriegerische Konflikte bieten. Aus dieser Perspektive sollen die Potenziale von Wargames abgesteckt werden, um Kriegsverbrechen frühzeitig zu erkennen und abzuwehren sowie menschliche Reaktionen von Blutgier und Rache zu kanalisieren.</span></p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Lukas Ohlyhttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8904Ein Spielverderber namens Ernst2026-05-20T17:03:59+00:00Isabelle Friesisabelle.fries@unibw.de<p class="Normal"><span class="tm6">Der Begriff »Spiel« ruft Assoziationen von Zweckfreiheit, Harmlosigkeit oder Vergnügen hervor. Beispielhaft ist die Wendung »Der will doch bloß spielen«. Definiert wird »Spiel« häufig </span><em><span class="tm7">ex negativo</span></em><span class="tm6">: als Nicht-Ernst, Nicht-Arbeit, Nicht-Wirklichkeit. »Wargames« und »Serious Games« fordern Alltagsverständnis und im Diskurs vorfindliche Definitionen nach Huizinga oder Caillois heraus. Dieser Beitrag untersucht »Wargames« und »Serious Games« aus metaethischer Perspektive. Alltagsannäherungen dienen der Frage, welche Bedeutungsräume sich mit dem Spielbegriff dem Verstehen eröffnen. Mit ausgewählten Diskurslinien werden sie angereichert (z. B. »Spiel« als Metapher für soziale Interaktion; Wirklichkeit und Simulation). Dazu kommen sprachgeschichtliche Erkenntnisse, zurückreichend bis zum Protogermanischen (»Spiel«, »Play«, »Game«). Unter Rückgriff auf Wittgenstein, Heidegger, Derrida und andere wird mit Sprache gespielt (z. B.: Ist es erlaubt, Krieg zu spielen, aber nicht mit dem Krieg zu spielen?). Sprache verschiebt moralisch angereicherte Bedeutungsräume. Bewusst eingesetzt, kann aus Spielverderben Daseinsorge werden.</span></p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Isabelle Frieshttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8903Spielerisch in den Abgrund blicken2026-05-20T16:59:56+00:00Benedikt Bussmannbenediktbussmann@hsu.hamburg<p class="Normal"><span class="tm5">Wargaming erhält in den vergangenen Jahren zunehmende Aufmerksamkeit. In Deutsch-land lässt sich geradezu von einer Wiederentdeckung sprechen, wie aus dem kürzlich er-schienen „Wargaming Handbuch der Bundeswehr“ (2024) ersichtlich wird. Der spielerische Charakter militärischer Operationsplanungen ist vom Begründer der Inneren Führung, Wolf Graf von Baudissin, in Anbetracht der grausamen Wirklichkeit von Krieg, äu-ßerst kritisch betrachtet worden. Eine normative Auseinandersetzung mit Wargaming als Methode kann also in vielerlei Richtungen vorstoßen. In diesem Text werden die Abstra-hierungsprozesse und Mechaniken von Wargaming behandelt, wobei deutlich gemacht werden soll, dass es sich dabei nicht nur um eine spielerische Notwendigkeit handelt. Vielmehr wird dabei, möglicherweise unbeabsichtigt, ein äußerst realistisches Phäno-men reproduziert, das sowohl in militärischen Planungsprozessen, als auch in der unmit-telbar erlebten Gewaltanwendung Anwendung findet. Wargaming könnte deshalb einen Zugang darstellen, um jene Prozesse zu adressieren, für die es bislang keine gemeinsame Sprache zu geben scheint und oftmals beschwiegen werden.</span></p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Benedikt Bussmannhttps://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8902(K)eine Spiel-Moral? 2026-05-20T16:52:29+00:00Lukas JohrendtLukas.johrendt@hsu.hamburgKathrin Bruder (geb. Burghardt)kathrin.bruder@hsu.hamburg<p class="Normal"><span class="tm5">Der Beitrag analysiert den Einsatz von Wargames und Serious Games zu militärischen Zwecken aus ethischer Perspektive. Zunächst wird auf metaethischer Ebene nach den normativen Voraussetzungen und moralischen Strukturmerkmalen des Spiels gefragt und sich auf eine Suche nach der ontologischen Bestimmung der Spiel-Moral begeben. Darauf aufbauend erfolgt eine normativ-ethische Bewertung des militärischen Einsatzes spielbasierter Formate im Horizont evangelischer Friedensethik. Der Beitrag stellt sich als sich ein Gespräch zwischen zwei Autor:innen dar, die aus unterschiedlichen Perspektiven zu derselben Schlussfolgerung gelangen, dass sich die ethische Abgrenzung zwischen gespielter und ungespielter Wirklichkeit als nicht haltbar erweist</span></p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Lukas Johrendt, Kathrin Bruder (geb. Burghardt)https://ethik-und-gesellschaft.de/ojs/index.php/eug/article/view/8901Kein Spiel2026-05-20T16:45:14+00:00Gerhard Schreiber schreiber@hsu-hh.de<p class="Normal"><span class="tm6">Der Beitrag zeichnet die historische und begriffliche Verschiebung nach, in der Wargaming vom »Spiel« zur Technik militärischer Entscheidungsunterstützung und Ausbildung wird, und konturiert die normativen Implikationen von Wargaming, Serious Games und Gamification. Im Zentrum steht die These, dass Simulationen nicht nur Konflikte abbilden, sondern Wissensordnungen, Maßstäbe und Handlungsrepertoires mit hervorbringen – bis hin zur Übersetzung militärischer Gewalt in Regelwerke, Scoring und optimierbare Zielgrößen. Im Zeitalter der KI verschärfen sich diese Effekte durch Autoritätseffekte datengetriebener Modelle, verkürzte Iterationszyklen und neue Abhängigkeiten von Plattformen und Dateninfrastrukturen. Daraus erwachsen Risiken wie Verantwortungsdiffusion, Verschiebung epistemischer Agency und Verengung auf das Formalisier- und Simulierbare, die auch die Voraussetzungen menschlicher Urteilskraft berühren. Der Beitrag führt in die Fragestellungen, Spannungen und Beiträge des Themenheftes ein.</span></p>2026-05-23T00:00:00+00:00Copyright (c) 2026 Gerhard Schreiber