Nr. 1 (2012)

Postwachstumsgesellschaft

Obgleich die europäische Schuldenkrise die Klimaproblematik und die schwinden-
den Ressourcen aus den Schlagzeilen verdrängt, hat sich an der grundlegenden
Herausforderung, die Emissionen und den Materialdurchsatz der Weltwirtschaft
zu reduzieren, nichts geändert. Dabei ist die Debatte um eine Wirtschaft ohne
Wachstum im Diskurs der Ökonomen nach wie vor eher ein Außenseiterge-
schäft; und die Nachhaltigkeitsagenden werden zunehmend durch die Rhetorik
einer »green economy« ersetzt, die primär auf nationale Strategien der
Effizienzsteigerung setzt.

Dennoch wird in einigen Teilöffentlichkeiten intensiv über die künftige Ausrich-
tung der wirtschaftlichen Wohlstandsproduktion gestritten. Ist Wachstum bei
reduzierter Umweltbeanspruchung möglich oder muss die Wirtschaft – zumin-
dest in den Industrieländern – als ganze schrumpfen? Seit Ende 2010 werden
solche Diskussionen auch in einer eigenen Enquete-Kommission des Bundestags
geführt: »Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität – Wege zu nachhaltigem
Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft«.
An diese Debatten knüpft die Ausgabe 1/2012 von Ethik und Gesellschaft an.

Inhaltsverzeichnis

Artikel

Irmi Seidl, Angelika Zahrnt
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Andreas Mayert
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Barbara Muraca
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Matthias Zimmer
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Rezensionen

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Jürgen Koller
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