Logik und Funktion von Misogynie. Probleme und Perspektiven

Andrea Geier

Abstract


Misogynie und Sexismus finden wieder mehr kritische öffentliche Aufmerksamkeit. Zwar gibt es keinen Konsens in der Problembeschreibung. Aber sie sind vermehrt Gegenstand des kontroversen Aushandlungsprozesses über die Geschlechterverhältnisse der Gegenwart, den Stand der Geschlechtergerechtigkeit und damit den Streit über die Geltung von geschlechtsspezifischen Normen. In diesem forschungsgeschichtlichen und problemorientierten Aufriss werden verschiedene Vorschläge, Misogynie zu konzeptualisieren, erörtert und u.a. gefragt: Welche Rolle spielt Misogynie im Kontext des gender trouble? Welche Funktion hat sie für das Denken der Differenz? In welchem Verhältnis steht sie zu Sexismus? Welche Funktionen kann misogyne Rede innerhalb alltagsweltlicher, aber auch ästhetischer Diskurse übernehmen?

Misogyny and sexism are once again attracting more critical public attention. Without a consensus in the description of the problem, they are becoming more involved in the controversial process of negotiating contemporary gender relations, the state of gender justice, and the dispute over the validity of gendered norms. In a research-historical and problem-oriented article, various concepts of misogyny are discussed. Guiding questions are: What role does misogyny play in the context of so-called gender trouble? What function does it have for thinking gender difference? What is its relation to sexism? What functions can misogynous speech assume within everyday interactions, but also aesthetic discourses?


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DOI: https://doi.org/10.18156/eug-2-2020-art-1

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