Zeitliche Herausforderungen und neue Zeiterfahrungen in der Corona-Krise

Jürgen P. Rinderspacher

Abstract


Neben anderen Herausforderungen waren viele Menschen in der Pandemie gezwungen, ihre zeitlichen Gewohnheiten und Bedürfnisse den neuen Gegebenheiten anzupassen. Ein Teil der Bevölkerung scheint unter den Lockdowns und dem Weg-fall zahlreicher Freizeit-Angebote und Kontakt-Möglichkeiten stark gelitten zu haben, während ein anderer Teil zumindest temporär davon profitieren konnte: Während Homeoffice und Homeschooling die Betroffenen auch zeitlich an den Rand ihrer Belastungsfähigkeit brachte, wurden andernorts zeitliche Kontingente freigesetzt, die den familialen Zusammenhalt und kreative Tätigkeiten förderten – und auf diese Weise den Menschen eine Ahnung davon gaben, was mehr Zeitwohlstand für  sie persönlich und die Gesellschaft als ganze bedeuten könnten. Wie berechtigt sind die oft geäußerten Erwartungen, positive Impulse auch in Bezug auf den Umgang mit der Zeit in eine Post-Covid-Ära hinüberretten zu können?

Additionally to other challenges, during the pandemic period many people were forced to adjust their temporal habits and needs to the new conditions. A large part of the population seemed to suffer from lockdowns and the omission of most leisure offers and opportunities to meet other persons, where-as others could benefit from the new situation. While homeoffice and home-schooling often put families to the edge of their resilience, elsewhere other people could take advantages from this situation by having more time for creative and family-activities. This often gave them an idea of how their personal life and the status of the society could be improved by having more disposable time, in other words more time prosperity. How justified are expectations, to rescue this positive experiences over to the post-covid-era?

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DOI: https://doi.org/10.18156/eug-1-2021-854

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