Playful technologies?

Über Anspruch und Risiko von Künstlicher Intelligenz im Wargaming

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.18156/eug-1-2026-art-6

Abstract

Wargames gelten als geeignetes Instrument, mit dem ihre Spieler:innen die Komplexität und Unvorhersehbarkeit zukünftiger Lebenserfahrungen durch spielerische Verfahren antizipieren können. In den letzten zehn Jahren hat das sogenannte Kriegsspiel nicht nur innerhalb militärischer Kontexte eine Renaissance erlebt, sondern wurde auch als vorrangiges Instrument für das Lernen und Training neu definiert. In diesem Zusammenhang soll die Integration von Technologien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz – insbesondere von sogenannten Large Language Models (LLMs) – dazu beitragen, die Unwägbarkeiten der modernen Kriegführung zu bewältigen. Aufbauend auf den Versprechungen, die sowohl mit militärischen Wargames als auch mit der Implementierung von LLMs in solchen Praktiken verbunden sind, konzentriert sich dieser Beitrag einerseits auf die epistemologischen Grundlagen von Wargames mit und ohne computergestützte Erweiterung. Andererseits wirft er durch die Darstellung der ethischen Risiken, die mit diesen Automatisierungsstrategien verbunden sind, die Frage auf, welche Konsequenzen die Integration technischer Handlungsmöglichkeiten für die pädagogischen Ziele von Wargames und für (ethisch fundierte) Entscheidungsprozesse hat. In diesem Zusammenhang untersucht der Artikel weiter, wie sich der epistemologische Status von Wargames selbst durch die Hinwendung zur Automatisierung verändert.

Autor/innen-Biografie

Sylvia Kühne, AI Ethics Research Hub, Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr

Dr. phil, Studium der Soziologie und Internationalen Kriminologie. Seit April 2025 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im AI Ethics Research Hub an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg (HSU/UniBwH).

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Veröffentlicht

23.05.2026