Digitale Souveränität und Videospiele

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.18156/eug-1-2026-art-8

Abstract

Das Konzept der digitalen Souveränität hat sich zu einer zentralen Analysekategorie in gesellschaftstheoretischen und digitalpolitischen Debatten entwickelt. Mit Videospielen wurde es bislang jedoch noch nicht in Verbindung gebracht. Gerade hier setzt der vorliegende Beitrag an. Ausgehend von Floridis Konzept des Onlife wird in ihm analysiert, wie Videospiele in politische Informationskämpfe, Propaganda und Desinformationsstrategien eingebunden sind und zugleich Räume zensurresistenter(er) Kommunikation eröffnen können. Ferner wird aufgezeigt, welche ökonomischen Machtstrukturen die globale Spieleindustrie prägen. So wird deutlich: Videospiele sind zentral in Aushandlungsprozesse digitaler Kontrolle verwickelt – und damit ein nicht zu vernachlässigender Bestandteil digitaler Souveränität.

Autor/innen-Biografie

Max Tretter Max Tretter, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Dr. theol., Studium der Evangelischen Theologie in Erlangen und Berlin, seit 2019 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Systematische Theologie (Ethik) an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

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Veröffentlicht

23.05.2026