»Demokratischer Frieden« und Religion

Die politische Ethik des Katholizismus zwischen autoritärem und demokratischem Staat

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.18156/eug-1-2023-art-5

Abstract

Der Zusammenhang von Staatsform, Religion und Konflikt, genauer gesagt: Demokratie, Katholizismus und Frieden wird im Aufsatz thematisiert. Dazu werden speziell die 30er Jahre in den Blick genommen, in denen sich der Katholizismus mit der Enzyklika Quadragesimo anno insbesondere in Österreich zum autoritären Korporatismus, also einer autokratischen Staatsform, bekennt. Mit dem Zweiten Vaticanum verändert die katholische Kirche ihr Konzept von politischer Ethik hin zur Demokratie. Besonders für die Konzeptionierung von Religionspolitiken ist diese Entwicklung interessant, einerseits weil ein solcher Wandlungsprozess innerhalb einer Religionsgemeinschaft bemerkenswert ist, andererseits weil sich mit Blick auf die »dritte Welle der Autokratisierung« die Frage stellt: Wird diese durch die katholische autoritär-korporatistische Tradition gestützt?

Autor/innen-Biografie

Katja Winkler, Katholische Universität Linz

Ass.-Prof. PD Dr.; Studium der Katholischen Theologie; seit 2019 Assistenzprofessorin am Institut für Christliche Sozialwissenschaften der Katholischen Universität Linz.

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Veröffentlicht

16.08.2023