Können KI-Trainingsspiele Kriege humanisieren?

Autor/innen

  • Lukas Ohly Goethe-Universität Frankfurt am Main

DOI:

https://doi.org/10.18156/eug-1-2026-art-5

Abstract

In meinem Beitrag möchte ich die Chancen von KI-unterstützter Kriegsvorbereitung für eine beliebige Militäreinheit in den Blick nehmen. Dabei lege ich paradigmatisch den „Zuschauer“ zugrunde (Hannah Arendt), der einen spielerischen Freiraum eröffnen kann, um kriegerische Maßnahmen einzuhegen. KI-Kontrollsysteme können die Zuschauerrolle stärken, indem sie eine „unbeteiligte“ Perspektive auf kriegerische Konflikte bieten. Aus dieser Perspektive sollen die Potenziale von Wargames abgesteckt werden, um Kriegsverbrechen frühzeitig zu erkennen und abzuwehren sowie menschliche Reaktionen von Blutgier und Rache zu kanalisieren.

Autor/innen-Biografie

Lukas Ohly, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Prof. Dr., Studium der evangelischen Theologie und Philosophie, apl. Prof. für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt.

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Veröffentlicht

23.05.2026